Donnerstags singen im Container-Dorf

Nachdem die Turnhalle in Ebersberg „geräumt“ ist singe ich jetzt im Container-Dorf an der Realschule in Ebersberg weiter.

Da es dort sehr offen und ohne Security ist, kann man/frau auch einfach dazukommen um mit den Menschen dort singend in Kontakt zu kommen.

Treffen ist immer Donnerstag ab ca 19.45 Uhr.

Du kannst sicherheitshalber auch vorher nachfragen, ob es stattfindet, da ganz ganz selten aus organisatorischen Gründen Änderungen vorkommen können.

Ich freu mich über ALLE die kommen!

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Turnhalle Ebersberg geschlossen

In den Pfingstferien wurde die Turnhalle in Ebersberg „geräumt“ und alle Asylsuchenden in die Traglufthalle nach Pliening und auch nach Poing umgezogen.

Das Singen findet daher ab kommender Woche im Containerdorf in Ebersberg statt. Da es hier keine Security gibt ist es nicht so aufwendig falls jemand mal Lust hat mit dazu zu kommen und mitzusingen. Bitte einfach bei mir melden und ich schicke die entsprechenden Infos.

Noch zum Abschluss:

Die Rückmeldungen der Asylsuchenden, die jetzt in der Traglufthalle sind, sind katastrophal, was die Verhältnisse dort betrifft.

 

Sprachpate gesucht

Liebe Freunde und Wegbegleiter/Innen,

heute melde ich mit einer Suche bei Euch.

Ich bin im Augenblick einmal in der Woche in Ebersberg in der Turnhalle, um dort mit den Menschen zu singen.

Was mein Leben sehr bereichert!

Dort gibt es gerade einen sehr aufgeweckte Iraker, die dringend einen Sprachpaten suchen.

Du musst nichts Besonderes können. Sie sprechen sehr gut Englisch, und suchen einfach jemand der/die mit Ihnen Deutsch spricht, so dass sie die deutsche Sprache erlernen können.

 

Das Ganze ist Ehrenamt.

Das Geschenk das Du dafür bekommst, ist der Einblick in eine völlig andere Kultur, und wundervolle Begegnungen.

Die Iraker sind unwahrscheinlich gastfreundlich.

So waren wir jetzt dort in der Turnhalle schon zwei mal zum Essen eingeladen, und wurden leckerst bekocht!!!!!

Sie teilen mit Hingabe das Wenige, was sie haben.

Da können wir eine Menge lernen.

Vielleicht fühlst Du Dich ja angesprochen.

Auch wenn Es Dich gerade nicht anspricht, vielleicht weißt Du ja jemand, der ES gerne machen würde.

Einfach bei mir melden. Dann kann ich den Kontakt herstellen.

Essens Einladung von den Flüchtlingen in der Turnhalle

Möwe

Vergangenen Samstag war ich wieder zusammen mit Astrid in der Turnhalle  um dort gemeinsam mit den Asylsuchenden zu Singen und zu Musizieren. Wir hatten eine tolle Stimmung, da ich einige neue fetzige jüdische Lieder und Niguns hatte, so dass es fröhlich durch die Turnhalle schallte. Als es plötzlich hieß, wir sollten jetzt die Gitarren weglegen und sofort mitkommen.

Sie führen uns dann in ihren „privaten“ Bereich, und hatten dort für Astrid und mich ein Essen arrangiert. Da die Asylsuchenden dort wirklich nichts mehr haben, und in der Turnhalle seit diesem Jahr keine Stühle und Tische  mehr sein dürfen, hatten sie aus Zeitungspapier eine „Tischdecke“ auf den Boden gelegt, und noch zwei Zeitungen jeweils als Sitzplatz für uns. Darauf stand ein Topf und schon zwei dampfende Teller mit Suppe in welchen jeweils noch gekochte Hühnerschenkel waren. So wurden wir aufgefordert, uns zu setzen und zu essen.

Das Essen sah sehr einfach aus, und schon nach dem ersten Bissen war klar, das ist das Leckerste, was ich seit langem gegessen habe. Es war so überaus köstlich gewürzt, dass es für uns beide ein großer Genuss war. Zugleich war es sehr berührend, wie sich Alle bemühten, es für uns zu einem „Festmahl“ zu machen. Sie haben sich noch vielmals entschuldigt, dass sie nicht mehr und größer für uns kochen konnten, wie es ihre Gastfreundschaft erfordert hätte.

Ich bin nach wie vor tief berührt, wie sie aus dem Wenigen was sie haben so etwas Großartiges zaubern konnten, und dass sie ganz selbstverständlich das Wenige was sie haben mit uns teilten.

Sie sprachen auch gleich die Einladung aus, dass wir früher zu den Musik-Abenden kommen sollten, den sie würden vorher immer essen, dann könnten wir immer mitessen.

So etwas habe ich von Deutschen, außer natürlich im Freundeskreis, noch nicht erlebt!

So wurde aus unserem Musik-Abend ein Festabend, und wir gingen reich beschenkt wieder nach Hause.

Ich denke wir können sehr viel von diesen Menschen lernen. So bin ich sehr dankbar im Moment so nah dran zu sein, und so viele kostbare Augen-Blicke mit ihnen teilen zu dürfen.

Wenn alle weniger reden und mehr einfach tun, dann wird ALLES ganz leicht gehen.

Und ALLE können das FLÜCHTLINGS-GESCHENK miterleben!

Singen mit Flüchtlingen in der Turnhalle

Begleitend zu den offiziellen „Songs of Hope“gibt es das nichtöffentliche Projekt:

Sprachvermittlung und Sprachförderung mit Liedern und Musik 

Berg1

Wir treffen uns ein Mal pro Woche in Ebersberg in der Turnhalle mit den Flüchtlingen zum gemeinsamen Musizieren und Singen

Dort singen wir Lieder:

-aus Deutschland,

-aus den Ländern der Flüchtlinge

-einfache Kanons wie auch Kinderlieder

-Lieder die ich speziell zur Sprachförderung für diese Gruppe geschrieben habe.

-Lieder die spontan in der Turnhalle entstehen

Ziele und Inhalte:

Ausdruck und Freude durch Musik und Gesang mit Rhythmusinstrumenten.
In Deutsch und in Sprachen der Heimatländer der Asylsuchenden werden gemeinsam Lieder gesungen.
Ziel:
-Spielerisches und Entspanntes Einüben von deutschsprachigen Texten.
-Verbesserung der Kommunikation.
-Einüben von Verständnis und Toleranz
-Gefühl von Gemeinsamkeit und gegenseitigem Respekt entstehen lassen  und fördern.

Leitung: Christian Bergmann,  Astrid Kunert, Edeltraud Pals

 

 

Chronik Update

Bisher hat „Songs of Hope“ sieben Mal in Grafing stattgefunden.

Ballons

Die Abende gestalten sich sehr verschieden, je nachdem wie viele und aus welchen Ländern die Teilnehmer kommen. Das berührende sich Begegnen und Miteinander-Teilen war bei allen zu erleben. die Offenheit, sich auf „Fremdes“ einzulassen wächst auf beiden Seiten; den der Asylsuchenden wie auch den der Einheimischen.

Im Schnitt sind wir zwischen 25 und 40 Sänger und Sängerinnen. Beim vorletzten Mal waren das erste Mal auch zwei asylsuchende Frauen aus Syrien mit dabei. Ansonsten kommen von den Asylsuchenden bisher nur Männer. Die vorherrschenden Länder sind im Augenblick Syrien, Eritrea, Afghanistan, Pakistan, Irak. Das ganze Projekt steht und fällt mit der aktiven Hilfe aus den Helferkreisen. Es hat sich gezeigt, dass es nach wie vor nötig ist, dass die betreuenden „Helfer“ vorher in die Unterkünfte gehen, um die Menschen dort daran zu erinnern, dass heute wieder ein Singen ist, um sie dann direkt dort mit hin zu nehmen.

Die Asylsuchenden tun sich schwer, sich von selbst auf den Weg zu machen um zu kommen, obwohl sie die Treffen sehr schätzen. Wobei es auch hier Ausnahmen gibt. So kam beim letzten Mal ein Pakistani der schon vorher des öfteren dabei war und von Ebersberg nach Poing verlegt worden war, extra mit der S-Bahn angereist. Er war auch schon einmal Nachts extra mit dem Fahrrad 20 km von Poing nach Ebersberg geradelt um an unseren wöchentlichen Singen in der Turnhalle teilzunehmen, wo er vorher untergebracht war.

An diesen Abenden singen wir Lieder aus den verschiedensten Kulturen, sowie viele Lieder, die mittlerweile extra dafür entstanden sind, und die großen Anklang finden.

Obwohl es manchmal zäh ist, die Helferkreise zu mobilisieren mitzuwirken, bekomme ich immer wieder von allen Seiten die Bestätigung, wie wichtig und wertvoll diese Treffen sind.

Von daher freu ich mich auf viele weitere Songs of Hope!